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Trailrunning - Sonnjoch

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17.10.24
Fels und Stein
Winni

Nach zwei Stunden mit dem Auto im wunderschönen Falzthurntal nahe Pertisau am Achensee gelandet. Mautgebühr 7,00 Euro, Parken inklusive. Blauer Himmel über mir, herbstlich die Natur. Zudem der wärmste Tag der Woche. Yep!

Schon die Fahrt durchs Tal hoch zur Gramai Alm, heute ein luxuriöser Alpengasthof, wunderschön. Da mal Urlaub machen … seufz! Die Lage: Direkt unter dem Sonnenjoch, gefühlt 30m von der Straße entfernt (Bild zwei auf der verlinkten Seite). Was für ein Brocken von Berg! Ich bekomme den Mund gar nicht mehr zu.

Die Alm liegt auf 1267m. Obwohl ich im Schatten parke, ist es mild. Föhn. Angezogen wie im Sommer laufe ich los, erst mal einen Forstweg lang, ausgeschildert als Lärchenwald Rundweg. Ich nehme den kurzen Abzweiger zum Wasserfall. Ganz nett, kann man sich aber auch sparen.

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Hier die Etappen meiner heutigen 11km langen Tour, unterfüttert mit 1211hm: Parkplatz Gramai Alm (1267m) – Gramai Hochleger (1759m) - knapp vor dem Gipfel (2420m). Gleicher Weg zurück. Hier die Runde auf Brouter.de
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Ich verlasse den Forstweg (Ausgeschildert Sonnjoch) und lande bald auf einem sehr steilen Wanderweg. Und steil bleibt es. Auf vier Kilometern von hier zum Gipfel geht es durchschnittlich 250hm je Kilometer aufwärts.

Nach 3km erreiche ich den Gramai Hochleger, eine bewirtschaftete Alm. Am Tag des Karwendelmarsches (52km) eine Labestation bei Kilometer 41,5.

Nach der Alm lande ich auf einer steilen Rampe, die kein Ende zu haben scheint. Oben dann ein anderer Blick auf das Sonnjoch. Langgezogen, felsig mit hohen Stufen. Sieht jedenfalls spannend aus und ich freue mich auf das, was mich erwartet. Immer wieder rüttelt der Föhnsturm an mir; es zieht mir fast die Sonnenbrille von den Ohren. Dann wieder nahezu windstill.

Die Aussicht wird immer schöner. Bald lugt das Gamsjoch hervor, das sich immer prächtiger links drüben aufbaut. Die Tour im Oktober 2020 aufs Gamsjoch, genauso hoch wie das Sonnjoch, gehört zu meinen schönsten, die ich je gemacht habe.

Weiter auf dem Südwest-Rücken des Sonnjochs nähere ich mich einer Abbruchkante, einen Meter vom Pfad entfernt, also nicht exponiert. Ein Platz für gute Fotomotive.

Der Pfad unter meinen Füßen endet und ich lande auf dem breiten steinigen Kamm, der mich in nordöstliche Richtung zum Gipfel bringen sollte. Um mich herum nur Steine und Felsen in allen Formen. Groß, klein, als Blöcke und Platten. Die sind mir am liebsten, da die Kanten guten Halt bilden. Weniger Halt habe ich auf Feinschutt, der immer wieder wegrutscht.

Ärgerlich, dass ich in steilem Gelände über solchen Feinschutt weit nach links queren muss, weil plötzlich die Markierung weg ist und ich viel zu weit rechts gelandet war. (Zwei anderen Wanderern erging es ebenso).

Mühsam steige ich weiter nach oben, und als ich dachte, vor mir ist schon der Gipfel, war es nur eine Art Vorgipfel. An dem ging es rechts vorbei in weglosem Gelände, dort hielt ich mich links.

Dann war er da, der Gipfelaufbau, und recht schnell entschied ich, bis hierher und nicht weiter. Klar, wenn man näher dran ist, ist oft alles halb so schlimm. Aber im Kopf die seitlichen Flanken nach dem kurzen Grat sind für mich gruselig, und daher war es eine richtige Entscheidung. Rauf wäre ich sicher gekommen, aber runter … Zudem bin ich alleine hier und kein Mensch zu sehen.

Die Aussicht ist auch hier toll. Unten das Hahnkampl, wo ich am 13. Oktober 2015 mit Christian unterwegs war. Das Gamsjoch in seiner vollen Pracht. Dahinter die Köpfe der Laliderwände mit der Birkkarspitze. Und weil das Wetter mitspielt, kann ich auch den kompletten Hauptkamm der Ostalpen vom Großglockner bis zu den Stubaier Alpen sehen

Wiedermal hat der Wind nachgelassen, und ich genieße die Ruhe und das Alleinsein. Das Gipfelkreuz ist von hier nicht zu sehen, dass dort ein Wanderer ist, kann ich nicht wissen. Den treffe ich dann beim Abstieg.

Der gestaltet sich nicht ganz so schwer wie befürchtet, aber Laufen ging immer nur über kurze Passagen. Das ändert sich, als ich weiter unten wieder auf einem Pfad lande. Vorbei an der Abbruchkante, wo ich schon seit geraumer Zeit sehe, dass da welche hocken. Es sind drei Tschechen, die es gar nicht eilig haben, aber auf den Gipfel wollen. Haben die auf mich gewartet? Für das Fotoshooting?

Vorbei am Hochleger geht es wieder runter ins Tal. Rasch passiere ich eine Stelle nahe einer Schuttreiße unter einer Felswand.

Die Terrasse der Gramai Alm ist voll. Ich wundere mich, dass die noch so viele Gäste haben. Am Parkplatz dann die Erklärung: drei Busse, einer aus der Schweiz. Ich war gerade dabei, mich umzuziehen; da kam die Meute. Der halbnackte Trailrunner war wohl im Preis innbegriffen.

Fazit: Das Sonnenjoch ist nicht unbedingt ein Berg fürs Trailrunning, wer sich aber mal auf eine abwechslungsreiche Tour begeben möchte, die auf einen spannenden Berg mit toller Aussicht führt, sollte es machen.

Über den Gramaisattel kann die Runde noch auf Gramaijoch verlängert werden. Für die, die eine sehr lange Runde laufen wollen, empfiehlt sich das Hahnkampl und der Rückweg über die Lamsenjochhütte.

Bis bald
In the meantime: Chance McCoy - Getting There Now


 

Winni Mühlbauer - Trailrunning Falzthurntal - Sonnjoch - 17.10.24



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