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Trailrunning - Jachenau-Kessel

T R A I L R U N N I N G   -   J A C H E N A U - K E S S E L 


22.08.24
Trails statt Gipfel
Winni

Das Wichtigste vorweg: Ohne meinen Track werdet ihr euch verlaufen, bzw. woanders rauskommen als geplant. Wenngleich stets in der Jachenau.

Eigentlich wollte ich die Runde gegen den Uhrzeigersinn laufen, verpasste aber gleich unten den Abzweiger. Das war gut so, weil diese Runde nur links herum Sinn macht. Der direkte Anstieg in Richtung Benediktenwand wird ab dem Wasserfall steil und holprig, nach Regen zudem rutschig. Entsprechend schwer bergab zu laufen.

Die 13 km linksherum bergab bzw. erstmal auf gleicher Höhe dagegen sind super schön zu laufen, viel davon in der Sonne. Eine Kröte allerdings gibt es zu schlucken: Hier seid ihr auf Pfaden und Wegen unterwegs, wo nichts ausgeschildert und wo selten jemand unterwegs ist. Das bedeutet: Ihr müsst bei jeder Abzweigung – davon gibt es viele – auf den Track schauen, weil ihr euch sonst im Gewirr des Wegenetzes „verlaufen“ werdet. Fragen könnt ihr hier auch niemand. Zweimal habe ich heute den falschen Weg genommen, weil ich einer Art Logik gefolgt bin.

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Hier die Etappen meiner heutigen 21km langen Runde, unterfüttert mit 935hm: Parkplatz am Schützenhaus Jachenau-Dorf (780m) – Glasbachwasserfall (939m) – Peter Alm (1085m) - Abzweiger unterhalb Aufstieg Glaswandscharte (1225m) – Tanneralm (1308m) – Erbhoferalm (1350m) - Laichhansenalm (1356m) - Kiensteinfelsen(1101m) – Brücke über Große Laine (843m) – Parkplatz: Hier die Runde auf Brouter.de
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Los ging’s am Parkplatz Schützenhaus. Vor dem Parkscheinautomat eine lange Schlange und Diskussionen. Geldeinwurf funktioniert nicht. Hinweis: Nur Kartenzahlung. Eine ältere Dame meint, eine Frechheit, wie man heute gelenkt wird. Ich pflichte ihr bei. Nur die wenigsten wissen, wo das langfristig hinführt.

Über eine kleine Brücke hinein in den Schatten geht’s moderat steil los, und bald holt mich der Batz ein, der mich bei meinem letzten Lauf am Traithen ausgebremst hatte. Schwere Harvester waren im Wald unterwegs und haben tiefe Spuren hinterlassen, die butterweich waren.

Am Abzweiger, den ich nehmen wollte, laufe ich vorbei, am Ende der Runde weiß ich, warum.

Nach 5,8km erreiche ich den sehenswerten Glasbachwasserfall und beneide die Kinder, die dort plantschen. Mangels heiß gelaufener Füße verzichte ich auf ein Vollbad und kühle mich nur ab.

Ab dem Wasserfall wird der Pfad steil und schrofig, hin und wieder bekomme ich aber auch hübsche Singletrails unter die Füße. Abwechslungsreich geht es weiter steil hinauf. Hin zur Peter Alm wird es flach, bevor es auf dem Glaswandschartentrail richtig steil wird.

Nach 8km erreiche ich heute den höchsten Punkt, wo mir Wandertafeln verraten, dass es auf den Gipfel der Benediktenwand noch 2 Stunden sind. Der war optional eingeplant.

Es ist 13 Uhr. Wenn ich 3 Stunden rauf und runter brauche, lande ich hier um16 Uhr. Dann habe ich aber noch den Löwenanteil der Strecke vor mir.

Ich setze mich erst mal und mache Mittag; trinke meinen Mix aus Hafermehl und Gainer, dazu 2 Salz- und 2 Neukönigsförder Mineraltabletten.

Ein Wanderer kommt von oben. Ich frage ihn, wie er die Zeit einschätzt. Vom Gipfel hat er 1 ½ Stunden hierher gebraucht. Zur Glaswandscharte hoch sei jeder Stein und jede Wurzel nass, der Rest wäre Ok. Oben an der Scharte gäbe es keine Aussicht, man steht im Wald.

Auf der Benediktenwand war ich schon im Mai 2022, also rauf muss ich nicht nochmal, wenngleich ich den Aufstieg von der Jachenau damals schon angedacht hatte. Immerhin kenne ich jetzt den ersten Teil, die ersten 8km und 500hm. Vor allem aber bin ich Trailrunner, und möchte jetzt endlich wieder laufen.

Rechts weiter auf einem Wirtschaftsweg erreiche ich einen Abzweiger mit dem Schild Peters – Jachenau. Ab hier geht es überwiegend auf tollen Trails hinunter. Erst nach der Erbhofer Alm lande ich wieder auf einem Forstweg, der mich um den Latschenkopf herum führt.

Immer wieder musste ich kurz stoppen und aufs Navi schauen, auch auf dem weiteren Weg. Ein bisschen lästig ist das schon.

Nach der Laichhansen Alm lande ich wieder auf einem Pfad und etwas später auf einer pfadlosen Wiese. Oberhalb vom Kienstein dann wieder ein Forstweg. Den bin ich dann bei km 18 einfach weitergelaufen, hätten Kühe mich nicht ausgebremst. Zeit fürs Navi.

Ich muss wieder rauf, wo ein Pfad rechts (von oben kommend) abgeht und mich über eine Blechbrücke über die Große Laine zurück auf den Aufstiegsweg bringt.

Dann eine Überraschung und ich weiß, warum ich heute morgen am Abzweiger vorbeigelaufen bin: steht doch da glatt ein Sackgassenschild mit der Aufschrift „Wegende 1km“. Handgeschrieben. Jachenau … was soll das! Der frequentierte Weg hinauf zum Wasserfall ist ja gut beschildert.

Also: wer die Runde gegen den Uhrzeigersinn laufen möchte, hier gibt es keine Sackgasse und ihr seid richtig.

Im Dezember 2015 sind Christian und ich anfangs unsere lange Runde über den Jachenau-Kessel so gelaufen, oben dann aber nicht über den Wasserfall runter, sondern weiter über den Rabenkopf und die ausgesetzte Rappin-Schlucht.

Der Jachenau-Kessel mit seinen Gipfeln, Schluchten und wirrem Netz aus Pfaden und Wegen ist ein Paradies für Trailrunner, die auf Aussicht und Fernsicht verzichten können. Ich habe schon einen neuen Plan, erst mal aber das, weil es morgen heiß werden soll: Splish Splash (Bobby Darin)

Bis bald
In the meantime: Motörhead - "HEROES" live version


 

Winni Mühlbauer - Trailrunning - Jachenau Jachenau-Kessel - 22.8.24



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