25.09.24 Nach dem Schnee, juchhe! Winni
Der Winter in den Bergen unterhalb 2000m hat sich wieder verzogen; blauer Himmel, ein lindes Lüftchen und überwiegend trockene Trails. Was kann es Schöneres geben!
Wieder lande ich in Jachenau-Dorf im Sonnental und habe mir eine Runde westlich der Direttissima hinauf zur Benediktenwand vorgenommen. Am 22.8.24 bin ich östlich gelaufen. -------------------------------------------------------------- Hier die Etappen meiner heutigen 20,2km langen Runde, unterfüttert mit 1117hm: Parkplatz am Schützenhaus Jachenau (780m)– Hirschhörnlkopf (1515m) – Kotalm (1160m) – Kochleralm(1190m) Staffelalm (1311m) – Rabenkopf (1555m) – Staffelalm (1311m) – Walchenalm (1121m) – Lainlalm (915m) – Parkplatz (780m). Hier die Runde auf Brouter.de ---------------------------------------------------------------
Gleich am Parkplatz zeigt die Wandertafel auf den Hirschhörnlkopf nach links. Hier ginge es erst ein Stück über einen langweiligen Fahrtweg. Schöner ist der Anfang in Richtung Wasserfall und bei km 1,6 den Abzweiger nach links, der ausgeschildert ist.
Der Raubritterautomat ist heute defekt. Prima! 5 Euro gespart. Noch immer bin ich der Meinung, dass man Wanderparkplätze dafür schaffen sollte, um Autos vom Ort fernzuhalten.
Ich laufe los, hinein den Schatten, erreiche den Abzweiger und habe bald einen sehr steilen und holprigen Pfad unter meinen Füßen, der sich in Serpentinen den Bergwald hinauf schlängelt. Dann wird es licht und ich erreiche die Pfundalm. Pfundig der Fernblick ins Karwendel und runter auf den Walchensee.
Ab der Alm wird der Weg zahm und bringt mich hinauf auf den Hirschhörnlkopf. Die 735 Höhenmeter auf 5km sieht man dem Berg nicht an.
Noch eine ganze Weile stehe ich bei Windstille am Kreuz und genieße die Aussicht, auch hinüber zum Jochberg und dem Herzogstand dahinter, wo ich vor 3 Wochen unterwegs war.
Zusammen sind wir am Gipfel vier, ein Ehepaar und ein ortsfremder Trailrunner. Ob er sich auskenne? Er verneint, ist aber wie ich der Meinung, dass man den Gipfel übersteigen kann. Auch er hat einen Weg auf seiner Onlinekarte. Nur zu sehen ist er nicht.
Doch, doch verrät uns das Ehepaar, es geht hier ein schöner Pfad direkt hinunter zur Kotalm. Und tatsächlich, rechter Hand ist etwas wie eine Spur erkennbar, die hinunter zum Bergwald führt.
Ich laufe los, und ab dem Wald befinde ich mich auf einem tollen Trail, der leider hin und wieder feucht und batzig, aber sonst gut zu laufen ist. Der Jachenau Kessel ist tatsächlich ein kleines Paradies für Trailrunner.
Ich erreiche die Kotalm, ein Schneeloch im Winter, heute aber traumhaft in der Sonne gelegen. Ein Stück den Forstweg hoch, und schon lande ich am ersten Abzweiger rechts auf dem nächsten tollen Trail. Ausgeschildert ist er mit „Benediktenwand“. Abwechslungsreich geht es dahin, erst in offenem Gelände, dann am Berghang entlang.
Leider ist der Pfad mit 1,2km viel zu kurz. Ich lande erneut auf einem Fahrtweg, der mich zur Kochleralm bringt. Wieder einen Pfad unter den Füßen erreiche ich die Staffelalm. Da stehen sie dann, die E-Bikes, denn der Jachenau-Kessel ist auch von Forstwegen durchzogen.
Hier beginnt dann der unschwierige Aufstieg zum Rabenkopf, nur am Gipfel muss man die Hände zu Hilfe nehmen. Die Aussicht noch immer fantastisch. Im Norden der Starnberger See, unterhalb der Kochelsee. Weiter links ragt der Guffert heraus, rechts davor der Blaubergkamm.
Ich leere meine Flasche, Hafermehl mit Gainer, und mache mich auf den Weg nach unten. An der Staffelalm stehe ich vor der Frage Rappinschlucht oder Walchgraben. Oberhalb der Schlucht bin ich schon zweimal gelaufen, einmal hoch, einmal runter, den Walchgraben kenne ich nicht. Sollte ok sein, denn nur bei der Rappinschlucht steht, Schwindelfreiheit erforderlich.
Warum, seht ihr hier: MTB Tour Jachenau durch die Rappinschlucht
Die Entscheidung war gut. Der Pfad ist abwechslungsreich wie die Landschaft. Anfangs über grünes Almgelände, am Rande der Schlucht hohe Felswände und unten der Graben mit seinen Gumpen.
Bei der Planung mit BRouter ist so ein Streckenabschnitt ja nur eine Linie, wenngleich als Pfad gekennzeichnet, aber wie sich die Natur, die Bergwelt, dann beim Laufen offenbart, ist jedes mal wieder spannend.
Nach 15km lande ich wieder auf einer Forststraße und langsam nähere ich mich der Lainlalm, unweit des Glasbachwasserfalls, den ich heute auslasse.
Die letzten vier Kilometer zum Parkplatz kenne ich, und doch nicht, da ich hier Ende August im Wald durch sehr batziges Gelände gestapft bin, verursacht von Waldarbeiten bei Regen. Heute ist alles gerichtet, es wurde Kies aufgeschüttet und mit der Walze drüber gefahren.
Ein Fazit erspare ich mir heute, es ist alles gesagt.
Bis bald In the meantime: The Dead Daisies - I'm Gonna Ride
(Wen es interessiert: DD kommen 6.11.24 nach München)
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