30.03.24 Ei, ei, ei ... Winni
Wohin zum Laufen fährt man an Ostern? Dorthin, wo es viele Eiar gibt. Ins Altmühltal. Schon am Parkplatz ein Ei neben dem anderen.
Bin heute das vierte oder fünfte Mal hier und will die Schlaufe 16 des Altmühltal-Panoramaweges, den Mühlenweg, abklappern. Zum ersten Mal den Track auf mein Handy geladen, weil die Gefahr des Verlaufens groß ist. Zwar hängen kleine blau-gelbe-Wegweiser an den Bäumen, aber manchmal nicht direkt an der Abzweigung, oder so, dass sie nicht sichtbar sind, läuft man die Schlaufe im Uhrzeigersinn. So habe ich mich auch heute mehrfach verlaufen.
----------------------------------------- Hier die Etappen meiner heutigen 22,4km langen Runde (mit mehrmaligem Verlaufen waren es 24,4km), unterfüttert mit 728hm: Kipfenberg – Attenzell – Schambachtal – Arnsberg – Böhming – Kipfenberg. Hier die Runde auf Brouter.de ------------------------------------------
Es ist Ostersamstag, und ich dachte, dass mehr Leute unterwegs sind und mehr Einheimische in ihren Gärten und auf den Straßen. Bis auf den Fußballplatz in Arnsberg – die Schreie der Spieler halten weit hörbar – war wenig los.
Ich starte in Kipfenberg, steige den steilen Ostanstieg hinauf zum Michelsberg und schaue runter auf das verschlafene Nest. Wieder auf halbe Höhe runter und ich lande ich auf dem feinen Trail des Mühlenwegs. Über einen Laubteppich geht es flach flott dahin, bis ich zwei Frauen entdecke, die rechts im steilen Gelände hochklettern. Hä?!
Da geht es nicht weiter, meinte eine, und erst jetzt sehe ich, dass der Weg durch umgefallene Bäume, Äste und Gestrüpp versperrt ist. Auch auf der anderen Seite klettern Wanderer hoch und wollen oben herum die Stelle umgehen. Ich probiere es direkt, schiebe Äste zu Seite, winde mich hindurch und klettere über Bäume Es ging, allerdings holte ich mir eine Schramme am rechten Knie.
Das linke Knie kam wenig später dran, als ich über einen Stein stolperte, der im Laub nicht sichtbar war, und ich einen Vierer machte. Das Stückchen Haut ganz abgerissen, Pflaster druff und weiter. Das Blut an beiden Knien werde ich an der Schambach abwaschen.
Nach 6,2 km dann die Stelle, wo ich mich letztes Jahr am 30.4. verlaufen hatte. So auch heute wieder. Hängt doch da so ein deppertes Schildchen „Schlaufe 16“, ist aber eine Abkürzung nach Arnsberg durch den Wald. Ein Stückchen laufe ich hoch, dann aber das Déjà-vu und ich drehe um.
Weiter über einen Trail geht es am Ende rechts weg und ich lande in freiem Gelände, wo der Sturm gehaust hat. Jedenfalls war kein Pfad mehr da. Wieder Navi an. Ganz links geht es weiter.
Statt über Pfade geht es erstmal über Wanderwege, Wiesen und auch mal über Asphalt. Es hat 24 Grad und die Schwüle macht mir ein wenig zu schaffen. Vorbei an Attenzell erreiche ich über den Glockersteig das Schambachtal.
Die Schambach ist nur wenige Meter breit und rasch überquert. Meine Knie sind wieder sauber.
Auf einem Höhenweg geht es in Richtung Arnsberg. Am Ende wäre es nur ein kurzes Stück über die Bundesstraße, mein Track aber führt mich zurück zur Forstermühle. Ein Stück auf einem Fußweg, bevor es links rüber zur Altmühl geht. An ihrem Ufer ist die Natur noch nicht erwacht, die Gräser strohtrocken.
Ab hier orientiere ich mich an den Wandertafeln „Altmühltaler Panoramaweg“, der den Mühlenweg einschließt. In einem Hotel Wasser aufgefüllt und weiter. Vorbei an einem Marterl erreiche ich den schönsten Aussichtspunkt meiner Runde. Unten Arnsberg und die Altmühl, rechts und vor mir die typischen Felsmanderln.
Weiter geht es in Richtung Böhming auf Pfaden und schmalen Wanderwegen. Durch Böhming hindurch geht es wieder rauf, die Burg von Kipfenberg ist schon zu sehen. Und verleitet mich dazu, heute nicht die restliche Schlaufe nach Grönsdorf mit seiner Karstquelle Grüner Topf zu laufen, sondern abzukürzen.
Das Altmühltal … Mein Frühjahrsklassiker.
Bis bald In the meantime: WIND ROSE - Fellows Of The Hammer
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