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Trailrunning - Seekarlspitze u. Rofanspitze

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25.9.23
Blick.
Winni

Wie meist, gönne ich mir die Gondel rauf ins Rofan. Die ist voll, fast alle tragen Daunenanoraks.
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Anorak: Das Wort wurde in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts entlehnt und stammt aus der Sprache der westgrönländischen Inuit, dem Kalaallisut. annoraaq bedeutet in dieser Sprache "etwas gegen den Wind".
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Ich mittendrin mit einem ärmellosen Shirt; ernte sketpische Blicke. Als Rofanfan weiß ich natürlich, dass dieser Spielplatz für Wanderer, Kletterer, Gleitschirmflieger, Skifahrer und natürlich Trailrunner sonnenexponiert ist. Bei meinem schönster Lauf im Winter, am 13.1.18, konnte ich die Ärmel hochschieben, so warm war es, trotz Minustemperaturen im Schatten.

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Hier die Etappen meiner 17km langen Runde unterfüttert mit 800hm im Anstieg und 1180hm im Abstieg: Mit der Gondel rauf zur Erfurter Hütte (1831m) – Grubascharte (2102m) – Seekarlspitze (2261m) – Grubascharte (2102m) – Rofanspitze (2259m) – Erfurter Hütte (1831m) - Dalfaz Alm (1693m) – Parkplatz Talstation (980m). Hier die Runde auf Brouter.de.
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Bei meiner Runde im letzten Jahr Ende Oktober auf’s Spieljoch und die Hochiss, dem höchsten Berg im Rofan, traute ich mir den Übergang vom Spieljoch zur Seekarlspitze nicht zu, da ein Klettersteig dazwischen liegt. Auf den zweithöchsten Gipfel wollte ich dennoch. Ansonsten einfach nur ein bisschen herumlaufen dort oben in der weitläufigen Bergwelt und neue Blickpunkte suchen; das ist der Grund, warum ich mit der Seilbahn rauf fahre.

Mein erstes Ziel heute also: Die Seekarlspitze, benannt nach dem kleinen See auf 2100m Höhe unterhalb des Gipfels, dem Seekarlsee.

Vorbei an der Mauritzalm geht es bald den verblockten Grubasteig hinauf, bis sich das Gelände senkt und der Blick frei wird auf den markanten Roßkopf. Links dahinter erhaben die Seekarlspitze. Von hier aus gesehen scheint das Gelände zu ihr hinauf schwierig zu sein. Mal sehen. Ich laufe weiter zum Abzweiger bei der Grubascharte.

Ein Singeltrail traversiert den Wiesenhang und bringt mich direkt an den Roßkopf. Ein Schildchen: „Vorsicht Steinschlag, nicht stehenbleiben“. Ich laufe ohne Musik weiter.

Ums Eck herum wird der schmal Pfad steiler und geröllig. Mit jedem Meter hinauf geht es links tiefer hinunter, wirklich ausgesetzt ist es nirgends. Erst beim wuchtigen Felsaufbauunterhalb des Gipfels ist es kurz exponiert, wo es ein paar Meter über glatte Felsblöcke geht, die jedoch drahtseilversichert sind.

Noch ein paar hundert Meter geht es in westliche Richtung auf einem schmalen Pfad leicht exponiert weiter, bis der Pfad nach Norden dreht. Unten taucht der Seekarlsee auf, drüben die Hochiss, davor das Spieljoch. Gut, dass ich vor einem Jahr die Überschreitung nicht gewagt habe, das Gelände ist schwierig.

Ein Stück weiter und vor mir baut sich die breite grasige Gipfelkuppe auf; das Kreuz aus weißem Stein hebt sich deutlich vor dem Blau des Himmels ab.

Nach gerade Mal 4km und 450hm stehe ich am Gipfel der Seekarlspitze; der Weg gestaltete sich deutlich einfacher, als gedacht. Höhenmeter und Kilometer sind heute ohnehin zweitrangig – mir geht es um die Aussicht von neuen Standpunkten. Um den besonderen Blick-Punkt. Und davon gibt es hier viele.

Einen anderen als ich nimmt eine Trailrunnerin ein, die ich – ziemlich sicher – vor einem Jahr auf dem Spieljoch schon mal beobachtet hatte. Damals kam sie am Gipfel an, grüßte nicht zurück, sondern begab sich unmittelbar an die Kante, beugte sich vor und blickte hinunter. Das tat sie auch heute auf der Seekarlspitze. Haarfarbe, Alter, Klamotten, wortkarg … es muss sie gewesen sein. Möglicherweise wollte sie den Klettersteig erkunden.

Mir reicht der Rundumblick. Rüber zum Roßkopf, wo sich eine kleine Gruppe auf den Abstieg am dortigen Klettersteig (Teilpassage vom Achenseer 5-Gipfel-Klettersteig, und der schwierigste) macht. Weiter östlich die Rofanspitze. Im Westen das Spieljoch und die Hochiss. Traumhaft schön alles.

Wie rauf geht es runter, die Perspektive ist entsprechend eine andere; ich genieße jeden Moment.

Bald lande ich am Abzweiger bei der Grubascharte und erinnere, wie ich im Februar hier oben im verfrachteten Pulverschnee steckengeblieben und gemaulwurft habe.

Heute ist es alles trocken, und nicht lange, und ich stehe zum x-ten Mal auf der Rofanspitze. Mache Mittag und genieße nur kurz die Panoramen, da es heute windig ist. Ein kleines Stück laufe ich noch oben am Kamm entlang, kehre dann aber um beginne meinen Downhill, der mich knapp 1200hm via Dalfaz Alm hinunter zur Talstation bringt.

Da ich jetzt so ziemlich alles in den Brandenberger Alpen, was laufbar und ohne Kletterei machbar ist, abgegrast habe, wird es zunehmend schwierig, Pläne für den Rofan zu schmieden. Vielleicht mache ich mich nächstes Jahr auf, wiedermal unterhalb der Norwände eine Tour zu machen. Ist ja auch schon wieder sechs Jahre her, als ich mit Christian hier unterwegs war.

Bis bald:
In the meantime: Hackensaw Boys – Limousin Lady


 

Winni Mühlbauer - Trailrunning im Rofan Seekarlspitze - Rofanspitze - 25.9.23



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