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31.7.2023
Oldtimer mit 0 Kilometern
Winni

Entweder zu heiß, oder ein Wochenende, meist aber viel Regen in den Bergen. Jeden Tag dreimal auf den Wetterbericht geguckt, die Ehrwalder Alm im Blick und Vorderriß. Am letzten Julitag, ein Montag, war es dann endlich so weit, in Zeiten des kältesten Hitzerekords: Sonne über dem Rißtal. O mein Gott! Wir werden schon wieder sterben: Juli wohl heißester Monat seit Jahrtausenden.

Als könnte man das Klima messen! Weltweit schon gar nicht. Durchschnittstemperaturen würfeln aber schon. Oder sie am Boden messen auf Flughäfen.
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Das Klima ist definiert als die Zusammenfassung der Wettererscheinungen, die den mittleren Zustand der Atmosphäre an einem bestimmten Ort oder in einem mehr oder weniger großen Gebiet charakterisieren.
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Abgang rechts unter donnerndem Applaus.

Auf zum Schafreuter, den ich letztes Jahr aus lies – dafür unten durchs Krottenbachtal und aufs Stierjoch bin -, da ich noch eine leichte Arthrose in der Schulter hatte; und die Arme braucht man an diesem Berg bei Überschreitung.

Heute laufe ich die Runde gegen den Uhrzeigersinn, anders als im November 2020, wo ich von der Oswaldhütte über das Kälbereck rauf und in den Wolken gelandet bin.
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Hier die Etappen meiner 16,3km langen Runde, unterfüttert mit 1450hm: Parkplatz Tölzer Hütte im Rißtal - Tölzer Hütte (1835m) über den linken Anstieg – Gipfel (2102m) – Abzweig am Kälbereck (1650m) – Tölzer Hütte – Parkplatz über rechten Anstieg, also links hinunter. Hier die Runde auf BRouter.de
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Lenggries liegt hinter mir, ich erreiche den Ort Fleck. Bekannt für Radarkontrollen. Das ist wohl auch der Polizei bekannt, den geblitzt wird jetzt (auch?) im nächsten Ort, im Weiler Winkel. 70 ist erlaubt. Ich erreiche den Parkplatz Tölzer Hütte im Rißtal, kostenfrei. Wohl im Privatbesitz der Tölzer Hütte, weil hier übernachtet werden kann.

Sechs, sieben Autos stehen da. An der Oswald Hütte, ein weiterer Wanderparkplatz für den Aufstieg über das Kälbereck, waren es drei. An einem Tag wie heute?!

Um 10:15 Uhr laufe ich los. Vor mir liegen hübsche 1200hm im Anstieg, mit kurzer Pause auf der Tölzer Hütte. Ein paar wenige Wanderer kommen mir unten entgegen, hinauf überhole ich keine. Wasnloshierundheute?

Der Trail, den ich unten Füßen habe, gefällt mir, und ich freue mich schon aufs Runterlaufen. Im schattigen Bergwald mäandert er steil hinauf, nur hin und wieder komme ich ins Laufen. Nach ziemlich genau 4km auf einer Höhe von 1532m kommt dann ein Abzweiger. Geradeaus weiter bin im September 2021 gelaufen, wo es aufs Delplsjoch und hinunter zum Delpsee ging.

Runter bin ich dann anders gelaufen, was mir damals ziemlich gestunken hat. Ein Grund dafür, dass ich nochmals auf den Schafreuter wollte. Denn durch den steilen Wiesenhang hoch zum Sattel zwischen Tölzer Hütte und Delpsjoch schlängelt sich ein flowiger Singletrail, der runterwärts besoffen macht.

Heute also geht es für mich am Abzweiger links und ich lande auf dem hakeligen Pfad, der mir 2021 wenig Freude gemacht hatte. Nach 2 Stunden erreiche ich die Tölzer Hütte, die 2021 renoviert worden ist.

Ich pausiere und nähre mich, mit Kohlenhydraten und Proteinen, letzteres wird gerade von einigen wenigen Riegel- und Gelherstellern entdeckt (lange hat’s gedauert!), dazu Mineralien und Spurenelemente. Der Aufstieg war schweißtreibend, obwohl der Himmel leicht zugezogen war.

Inzwischen reißen die Wolken auf und ich beginne den kurzen und knackigen Aufstieg, der direkt hinter der Tölzer Hütte beginnt und mich erst mal rauf bringt zu den Steinmanderln und dann zum felsigen Gipfelaufbau.

Auf dem Video: Schafreuter / Gipfel-Panorama / 01.06.2020 bei Minute 3:54 sieht der Aufstieg sehr steil aus. Ist man aber im Gelände selbst unterwegs, ist alles halb so wild. (siehe Fotos). Trittsicherheit ist dennoch notwendig.

Zweimal bin ich hier schon runter, heute also geht es hinauf. Es ist ein Wechsel zwischen Pfad und großen Felsabsätzen. Die Seilversicherung benötigt man bei trockenem Terrain nur einmal, wo man sich vom Pfad weg ein Stück hochziehen muss.

Das Kreuz taucht auf, noch einen Quader hoch, und ich stehe am Gipfel. Eine Familie und ein Wanderpaar. Mehr ist heute nicht los. Kann’s gar nicht glauben.

Nebel wabert unterhalb des Gipfels. In der Ferne das Karwendel. Ich bitte jemanden, von mir ein Foto zu machen: mein Lieblingsmotiv, das Christian 2015 hier gemacht hat. Heute mal ein längerer Gipfelaufenthalt; kaum Wind, angenehm mild.

Die Panoramen fantastisch. Nicht nur auf das Karwendel, auch auf die grünen Hänge zwischen Delps- und Baumgartenjoch. Gegenüber das Stierjoch und der Kamm hinüber zum östlichen Torjoch – meine Tour vor einem Jahr, beschrieben in dem oben verlinkten Bericht „Krottenbachtal/Stierjoch“.

Den Rest meiner Flüssignahrung aus meinem Fläschchen geleert, und weiter. Und bald bereue ich, dass ich meine vor ca. 4 Jahren gekauften und bislang ungenutzten Dynafit Feline Trailschuhe gewählt habe. Die sind zwar zum Klettern gut geeignet und krallen sich in Schrofen, aber auf nassen Steinen rutschen sie wie Sau. Dazu kommt, dass das tiefe Profil rasch verbatzt. Und Batz und Nässe kommen auf mich zu.

Erstmal geht es über einen breiten Wiesenrücken und durch erste matschigen Stellen. Danach erreiche ich die Latschen und bin an der Abbruchkante des Nordwestgrats unterwegs. Das Profil ist weg, die veraltete Gummimischung der Sohle versagt auf nassem Stein; ich werde unsicher.

Sonst laufe ich mit dem HOKA Speetgoat, inzwischen der dritte, mit dem ich mich sicher fühle in solchem Gelände. Weiter geht’s in westlich Richtung hinunter zum Kälbereck. Nach ca. 8km erreiche ich den Abzweiger Kälbereck/Tölzer Hütte.

Holprig, aber landschaftlich abwechslungsreich, geht es rüber zur Tölzer Hütte, tendenziell aufwärts. Ich fülle Wasser nach und mache mich gleich auf zum Sattel. Vor mir der 6km lange Downhill, der mich 900hm hinunter zum Parkplatz bringen wird. Unterhalb des Delpsjochs schlängelt sich der Pfad durch üppiges und hohes Gras, später nicht weniger flowig zum Abzweiger und weiter ganz hinunter. Superschön!

Fünfzig Meter vor dem Parkplatz ragt rechts am Wegrand ein Rohr, aus dem kaltes Bergwasser fließt. Cool, eine Dusche. Gerne hätte mich pudelnackert darunter gestellt und beinahe auch gemacht, dann aber nur dreimal meinen Kopf drunter gehalten und den Rest abgewaschen; was gut war, denn wenig später kommen zwei Familien mit Kindern des Wegs – woher eigentlich? War doch kaum was los heute.

Bis bald
In the meantime: Ryan Bingham – River Of Love


 

Winni Mühlbauer - Trailrunning - Schafreuter auch Schafreiter - 31.7.23



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