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Trailrunning - Vorderunnütz - Geisalmsteig

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17.07.22
Gewusel auf Wasser und Berg
Winni

Mit 26 Grad soll der heutige Tag eine kühle Insel in Tagen der Affenhitze werden. Um 7 Uhr fahre ich in München los. Es ist ein Sonntag. In nur 1 Stunde und 15 Minuten biege ich am Achensee auf den Parkplatz vom Abenteuerpark Achensee oberhalb von Kapelle und Badestrand. Hier ist auch ein Anleger der Achenseeschifffahrt. Heute wichtig für mich. Was war noch wichtig für mich? Ein lupenrein blauer Himmel mit Fernsicht - Karibik-Feeling.

Nachdem ich aufgrund der Corina-Maßnahmen-Sch… lange nicht nach Österreich durfte und ich wieder mal den Geisalmsteig (hier auf youtube) laufen wollte, überlegte ich, welchen Berg ich noch mitnehmen könnte. Der Vorderunnütz ist es geworden. Schnell stand die Planung.

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Hier die Etappen meiner 20,5km langen Runde, unterfüttert mit knapp 1400hm: Achenkirch - Abenteuerparkplatz/Kapelle – Kotalm Niederleger – Kotalm Hochleger – Kögelalm (1432m) – Vorderunnütz (2078m) – Kögelalm – Achenkirch – Wanderparkplatz am Oberaubach – Geisalmsteig – Geisalm – und mit dem Schiff zurück zur Kapelle. Hier die Runde auf BRouter.de und hier Achenkirch auf fatmap.com.
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Rauf zum Kotalm Niederleger wähle ich den Fahrtweg fürs Warmlaufen. Feiner Blick runter zum Achensee und hinüber zur Seekar- und Seebergspitze, verbunden durch einen Grat mit Tiefblick.

Am Niederleger verlasse ich den Fahrtweg, laufe linker Hand den Pfad rauf in Richtung Hochleger und erreiche wieder den Fahrtweg. Gleich auf der anderen Seite, wie so oft, geht der Pfad weiter. Der aber wird bald unwegsam und ich lande im Irgendwo. Ich schaue aufs Navi. Den Fahrtweg ein Stück weiter rauf und dann rechts. Dort ist der Weiterweg, ausgeschildert. Von unten aber nicht sichtbar. Nicht gut gemacht, Achenkirchener! Aber gut, 1km und 100hm obendrauf, macht 1500hm insgesamt.

Den Hochleger lasse ich rechts liegen und biege an einer nicht sofort erkennbaren Wandertafel (verbirgt sich hinter viel Grün an einem einsamen Bäumchen) nach links ab. Ein sich durch schönste Landschaft schlängelnder Pfad bringt mich nach 2km zu Köglalm. (Wasserstelle). Ums Eck rum und schon beginnt der Anstieg zum Unnütz. Wichtig: Genügend zum Trinken mitnehmen, da unterwegs kein Wasser und die Lage sonnenexponiert.

Im Bergwald, der rasch lichter wird und kaum mehr Schatten spendet, schraube ich mich mit der Sonne im Nacken langsam nach oben. Der Blick hinunter zum Achensee ist fantastisch. Drüben die Seekarspitze bald auf gleicher Höhe. Am Ende der aufgeheizten Latschengasse stehe ich vor dem finalen Aufstieg zum Gipfel. Unschwierig über einen breiten Wiesenrücken, heute aber mit starker Sonneneinstrahlung.

Auf 1940m suche ich Schatten und setze mich geduckt in den Restschatten einer Latschenkiefer. Mittagszeit. Meine ungesüßte Hafermehlbrühe ist gut aufgewärmt; entsprechend schmeckt sie. Noch warmes Wasser aus der Trinkblase, und ich ziehe mich die letzten 100 Höhenmeter hinauf zum Gipfel. Der ist genau nach 10km erreicht.

Dabei passiere ich den Abzweiger zur Überschreitung zum Hochunnütz, der anfangs in schwieriges Gelände führt, gefolgt von einer raffinierten Wegführung mit kleiner Kletterpassage. Als ich hier mit Christian im August 2017 unterwegs war, waren wir zuvor schon auf der Hochiss, auch über die schwarze Route, und sind dann den über das Steinerne Tor hierher gelaufen. Diese Runde werde ich nie vergessen, war sie doch meine schwerste (Technik) und anstrengendste, mit 24,5km und 2145hm. Dazu die sengende Sonne.

Heute genügt mir der Blick hinüber auf den Hochunnütz und auch zum Guffert. Zu lange verweile ich heute nicht, freue ich mich doch schon auf den Geisalmsteig oberhalb des Achensees.

Ich mache mich auf den Rückweg. So wie ich rauf bin, erreiche ich wieder die Kögelalm und erinnere leider nicht, dass gleich bei der tiefer gelegenen Hauptalm der Trail hinunter nach Achenkirch beginnt. Ich laufe stattdessen ein Stück den Wirtschaftsweg hinunter und treffe weiter unten auf diesen schönen Pfad durch den Bergwald.

Bald lande ich bei der Bank mit Blick auf den Achensee, wo ich schon einmal war, als ich im Oktober 2019 den Achensee auf der mittleren Etage umrundet habe.

Wenig später bekomme ich den Badebetrieb in Achenkirchen zu sehen, Sonnenliegen und Wassersport, und noch ein bisschen später bin ich fast mittendrin. Ich quere Achenkirch und laufe auf den Parplatz auf der anderen Seite. Von dort geht es zum Glück (sonst muss ich noch nackt in die Fluten springen) nicht direkt am See vorbei auf den Geisalmsteig, sondern in einem großen Bogen.

Im Unterschied zum letzten Mal ist der Steig heute stark frequentiert, und auch auf dem Wasser tummeln sie sich: SUP, Segelboote und Windsurfer. Fotos habe ich damals gemacht, als ich im Anschluss noch auf die Seebergspitze bin.

Heute muss ich mich sputen, will ich das Schiff um 16:10 Uhr erreichen, dass mich für 3,50 Euro auf die gegenüberliegende Seite zur Kapelle, zum Badestrand bringen wird. Punkt 16 Uhr komme ich am Schiffsanleger an, dann das Horn des Schiffes der Achenseeschifffahrt.

Von der Überfahrt bekomme ich leider wenig mit, da ich unter Deck an der Kasse anstehen muss. Was ich allerdings noch mitbekomme, ist eine Beinahehavarie mit einem Windsurfer, der wohl meinte, das Schiff werde schon ausweichen. „Dich zeige ich an“, tönt es vom Kapitän durch die Lautsprecher.

Der rappel volle Badestrand mit dem Schiffsanleger kommt näher, und ich muss mich entscheiden: Heute am Sonntag schon um 16:30 nach Hause fahren, oder vorher noch in den kalten Achensee. Ich entscheide mich fürs Heimfahren.

Bis bald
In the meantime - Ensiferum - Midsummer Magic


 

Winni Mühlbauer - Trailrunning am Achensee Unnütz - Geisalmsteig - 17.7.22 (hier: Geisalmsteig)



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