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Trailrunning - Plumsjochhütte - Plumsjoch

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05.09.22
In Begleitung von 74+2 Damen
Winni

Ich erreiche das Mauthäuschen im Naturpark Karwendel. Maut und Parken kosten 4,50 Euro. Das ist fair, ich gebe 0,50 Trinkgeld. Die Dame bedankt sich herzlich. Bei den Hagelhütten stelle ich mein Auto ab. Gegenüber die mächtige Roßkopfspitze.
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Hier die Etappen meiner 17km langen Runde, unterfüttert mit 1060hm: Hagelhütten (1080m)- Plumsjochhütte (1630m) – Plumsjoch (1921m) – Satteljoch (1935m) – Hasentalalm Mittelleger (1563m) - Hasentalm Niederleger (1266m) - Hagelhütten. Hier die Runde auf BRouter.de. Und hier die Gegend auf fatmap.com
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Oben ist es sonnenexponiert, mit 2 Litern mache ich mich auf den Weg, der gut ausgeschildert ist. Nach zwei Brücken geht es hinein in den Wald und auf feinem Pfad hinauf. Nach 1,5km ist der leider zu Ende und ich treffe auf die breite unbefestigte Fahrstraße (Plumsjochstr.), die aus der Eng kommt und die ich mir mit MTBlern teile.

Nach weiteren 2km geht es aber schon wieder weiter auf einem Pfad, der parallel unterhalb der Straße verläuft und bis kurz vor der Plumsjochhütte gut zu laufen ist. Schön, wie die schmale Hütte oben auf der Almwiese thront. In der Ferne die Bettlerkarspitze.

An der Hütte weiß ich, warum ich hier bin. Ich habe ja schon viele Bergpanoramen gesehen, aber die vom Karwendel überwältigen mich stets aufs Neue. Herausragend das Gamsjoch, das ich besonders erinnere, da es eine meiner schönsten Touren in 2020 war.

Ich orientiere mich an den Tafeln Plumsjoch/Mondscheinspitze und laufe weiter in der Sonne nach oben. Der Pfad ist angenehm steil, gut zu laufen. Bald taucht links oben das kleine Holzkreuz vom Satteljoch auf, wo ich vor sieben Jahren schon mal war, mit lebendiger Erinnerung. Dorthin geht es später.

Rechts unten in weiter Ferne der Achensee. Gut zu sehen der Kammverlauf auf die Seebergspitze von Pertisau aus. Übrigens: Vom Achensee aus geht der kürzeste Weg hoch zur Plumsjochhütte, gerade mal 4km von der Gernalm aus.

Ein gutes Stück vor mir dann das Kreuz vom Plumsjoch. Flach führt der Pfad an den Gipfelaufbau. Der ist bröselig und bereitet mir Schwierigkeiten, vor allem beim Abstieg, denn mit Brösel stehe ich nicht gerade auf Du und Du.

Am Gipfel dann baut sie sich mächtig vor mir auf, die Mondscheinspitze (auch Montscheinspitze). Ein Grund, warum ich hier bin. Eine weitere Annäherung ist für mich leider nicht möglich, dieses Video auf youtube zeigt, warum. Schon der Blick hinunter auf den weiteren Wegverlauf macht mir weiche Knie.

Auf dem Rückweg entdecke ich hinter mir eine junge Wanderin. Ich bitte sie, ein paar Fotos von mir zu machen und frage, ob sie auf der Mondscheinspitze war. Ja, ja, meinte sie trocken und lässt mich sprachlos zurück.

Mein nächstes Ziel ist das Satteljoch. Die Abkürzung – wohl weglos – finde ich nicht, und laufe den Pfad, den ich hoch gekommen bin, wiederrunter bis zum ausgeschilderten Abzweiger. Steiler als gedacht geht es hinauf. Am kleinen Holzkreuz laufe ich auf gleicher Höhe in Richtung Kompar. Die kleine Senke mit dem Tümpelchen und den "Steinmauern", in denen damals Kühe grasten, ist heute verwaist. Keine Kühe?! Komisch!

Es ist früher Nachmittag. Vom Süden ziehen dunkle Wolken auf. Ich kenne das Wetter hier nicht, bleibe daher auf der Hut. Am Abzweiger hinunter zu den Hagelhütten über die Hasentalalm werde ich dann entscheiden, ob ich noch auf den Kompar gehe. Es wäre nicht weit und der Anstieg ist leicht, wenn auch steil.

Zweimal war ich schon oben, auch hier, da es aber weiter zuzieht, biege ich talwärts ab. Ein feiner Trail bringt mich zum Hochleger der Alm. Auch hier keine Kühe. Komisch! Dafür einer schöner Blick hinunter zum Großen Ahornboden, der noch in der Sonne liegt.

Weiterhin auf gut zu laufendem Pfad erreiche ich den Mittelleger der Hasentalalm. Wer sich nicht für Kühe interessiert, kann weiter unten weiterlesen. Oben hatte ich sie vermisst. Hier sind sie:
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Vor zwei Ställen kuscheln sich geschätzt 40 bis 50 Kühe eng aneinander und gucken neugierig in die Welt. Der Staderer, also ich, denkt sich, vielleicht haben sie Angst vor einem Gewitter. Ums Eck rum stehen zwei Sennerinnen vor einem Fenster und besprechen etwas. Eine von beiden hat einen großen Plastikeimer und einen Holzstecken in der Hand. Da der Wegverlauf nicht eindeutig ist, frage ich, ob es hier weitergeht. Sie nickt.

Und meint im nächsten Moment: Jetzt musst du aber schnell laufeni, denn jetzt kommen die Kühe. Und schon klopft sie mit dem Stecken im Stakkato fest auf den Eimer, schreit, und ab geht die Post. Sie mit der Leitkuh voraus, die anderen Kühe und Färsen hinterher. Und ich mittendrin. Keine Chance dem zu entkommen, denn den Hang hinunter können die Rinder richtig Fahrt aufnehmen, und bei den jüngeren hatte ich das Gefühl, dass sie ihr Tempo nicht unter Kontrolle hatten.

Eine Lücke nutzt ich dann, um wieder auf meinen Pfad zu kommen, laufe ihn hinunter und höre links oben aus dem Wald das Gebimmel der Glocken. Mist, die sausen die Direttissima runter. Eine nach der anderen quert meinen Pfad. Die zweite Sennerin in der Mitte (ein Bauer war noch war noch weiter oben als Letzter) fragte mich freundlicherweise, ob ich mit den Kühen klar käme oder Angst habe. Nein, nein, alles gut, sagte ich.

Ich hatte mich auf die Situation eingelassen, und da es auch nicht regnete, konnte ich dieses Erlebnis genießen. Wie viele Kühe es denn seien, fragte ich, und die Antwort war 74. Ganz Kavalier ließ ich also den Damen auf dem Pfad hinunter den Vortritt und begleitete sie und die Sennerin bis zum Gatter des Niederleger. Für mich war es eine neue Erfahrung, die mir richtig Spaß machte.
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300hm habe ich also mit den Kühen gebummelt und gleichzeitig regeneriert. Der Himmel noch immer düster, aber kein Regen. Die letzten Höhenmeter laufen super, kein „Niederleger“, es lockert auf. Am Auto schon die wieder erste Sonnenstrahlen, in Hinterriss blauer Himmel. Besser so, als anders.

Diese Runde inkl. Kompar kann ich dicke empfehlen. Die Trails sind gut laufbar, die Bergkulisse ist fantastisch.

In the meantime:
Bluemountain - Free State of Jones


 

Winni Mühlbauer - Trailrunning - Karwendel Plumsjochhütte - Plumsjoch - 5.9.22



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